Insel bei Nacht

Von Ungewissheit umhüllt, Mit Zweifel getränkt. Rastlos die dunklen Straßen Im Regen der Nacht durchkämmend. Grau erhebt sich der Morgen schon, Allmählich der Ort nun erwacht. Frisch und rein ist die Luft, Berührt von der Zuversicht Kuss. Advertisements

Hirngespinst

Vergangen, vergessen, Verblasst und verkümmert! Doch aus dem Nichts taucht er auf, Film der Vergangenheit. Ich erschrecke, winde mich, Will nicht sehen, Will nicht fühlen, Was zu fühlen er mich zwingt. So plötzlich er erschien, Verschwindet er nun. Und lässt mich alleine zurück, Zweifelnd an meinem Verstand.

Imperaktiv

Nicht schlendern sollst du, marschieren. Nicht fragen sollst du, gehorchen. Nicht träumen sollst du, arbeiten. Nicht denken sollst du, funktionieren.

Nichtssagend

Ich bin frei, Ich bin kein. Ich bin mein, Ich bin dein. Ich bin nichts, Und ich bin viel. Ich bin stark Und doch fragil. Immer beides doch keines, Alles und nichts. Nichts halbes, Nichts ganzes. Nicht Fleisch Und nicht Fisch.  

Verzweiflung

„Nein!“, schrie sie. „Nein! Nein! Nein!“. Sie brüllte regelrecht und ihr ganzer Leib bebte. Nichts anderes verließ ihre Lippen, nur dieses verzweifelte, langgezogene Nein. Sie muss wohl schon eine ganze Weile geschrien haben, bevor die von einem Nachbarn verständigte Polizei sie nackt auf dem Parkettboden ihres Schlafzimmers auffand. Sie schenkte den Beamten keine Aufmerksamkeit, vielleicht bemerkte … Mehr Verzweiflung

Existenz

Die Liebe zu lieben, der Liebe wegen, Das Leben zu lieben, der Liebe wegen. Was wäre das Leben ohne Liebe? Ohne zu lieben kann sie nicht existieren, Die Kälte wird die Seele eliminieren. Und nur noch immergleiche, graue Männer leben, Der Illusion des bedruckten Papieres wegen.

Omnipräsent

Das schlimmste ist, dass ich an nichts anderes als dich denken kann. Du sitzt vor mir auf einem Stuhl, nackt, und dein Hammerharter ist prachtvoll aufgerichtet. Sehnsüchtig wartest du darauf, von mir berührt zu werden und so beuge ich mich langsam vor, um meine Lippen auf deine zu legen. Erwiedernd leckst du meine Unterlippe entlang … Mehr Omnipräsent

Mein Herz

Mein Herz, Wo bist du? Ich habe dich gesucht, Im Wald, auf den Feldern, Unten beim Fluss, Sogar in der Luft! Wo bist du? Hast du mich alleine gelassen? Bist du… Bist du tot? NEIN! Du kannst es nicht sein, Du darfst es nicht sein! Komm zurück, komm zu mir! Hörst du mich nicht flehen? … Mehr Mein Herz